Präoxygenierung
1,1,1,1,1,1
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Als Präoxygenierung bezeichnet man eine prophylaktische Anreicherung der Lunge mit O
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vor einem induzierten Atemstillstand (Apnoe) z.B. im Rahmen einer Narkoseeinleitung.
Die Zufuhr von O
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erfolgt mit ausreichend hoher Flussrate über mehrere Minuten und dicht anliegender Maske, wodurch der N
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-Anteil in der funktionellen Residualkapazität (FRC) durch O
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ersetzt wird. Die FRC beim Erwachsenen umfasst ein Volumen von ca. 3.0 l (= ca. 40 ml/kgKG) welches abzüglich der CO
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und H
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O-Partialdrücke demnach mit ewa 2.5 l O
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aufgefüllt werden kann. Unter der Annahme eines Sauerstoffverbrauches (in Meereshöhe) von VO
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=250 ml/min würde sich daraus eine O
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-Reserve für 10 Minuten ergeben.
Während der Atemwegssicherung (z.B. endotrachealen Intubation) in Apnoe kann damit die Zeit bis eine Hypoxie eintreten würde deutlich hinausgezögert werden.
Der Weltrekord im Luftanhalten (statische Apnoe) nach vorheriger Inhalation (nicht nur der FRC, sondern der totalen Lungenkapazität) von purem O
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liegt derzeit (Februar 2016, Aleix Segura) bei 24.03 Minuten und die Bestzeit im regulären Zeittauchen (d.h. ohne die vorherige Inhalation von purem O
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) bei 11.09 Minuten (Branko Petrović).
Das Ziel des Apnoetests im Rahmen einer Hirntoddiagnostik ist die neurologische Überprüfung der Reaktion des Atemzentrums im Hirnstamm auf einen Anstieg des arteriellen CO
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-Partialdrucks. Sollte der Hirnstamm noch durchblutet sein, darf dabei das Hirn keinen Schaden nehmen, weshalb unmittelbar vor diesem Test der Patient bzw. potentielle Organspender präoxygeniert wird.
Die Aufsättigung von Blut und Hämoglobin mit O
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spielt unter physiologischen Bedingungen bei der Präoxygenierung verglichen mit dem Sauerstoffspeicher FRC nur eine untergeordnete Rolle.
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