AV-Block
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Der AV-Block ist eine Herzrhythmusstörung, die durch Leitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Herzkammern entsteht. Die Erregungsleitung ist dabei aufgrund eines anatomischen oder funktionellen Hindernisses verzögert oder unterbrochen.
Ursachen eines AV-Blocks sind funktioneller oder struktureller Natur. Die funktionell bedingten AV-Blocke sind oft reversibel, letztere hingegen meist irreversibel.
Vorübergehende metabolische sowie endokrine Störungen (wie z.B.: Hyperkaliämie, Hypermagnesiämie, Hypothyreose, Nebenniereninsuffizienz) können zu meist reversiblen AV-Blockierungen führen.
Mehrere Pharmaka können zu einem AV-Block führen, wie z.B.: Betablocker, Adenosin, Calciumantagonisten, Digitalis, Antiarrhythmika Klasse I und III, Lithium
Ein erhöhter Vagotonus während des Schlafes oder bei durchtrainierten Personen kann zu AV-Blockierungen jeglichen Schweregrades führen.
Ein AV-Block kann asymptomatisch verlaufen, aber je nach Ausprägung (Verzögerung oder komplette Blockierung der Leitung, Frequenz des Ersatzrhythmus) auch zu einer beträchtlichen Reduktion der Herzfrequenz führen. Entsprechende Symptome sind Übelkeit, Schwindel, Dyspnoe und Synkopen (Adams-Stokes-Anfall).
Nach dem Ausmaß der Blockierung werden verschiedene Grade des AV-Blocks unterschieden: AV-Block I, AV-Block II Typ Mobitz I, AV-Block II Typ Mobitz II, AV-Block III (= kompletter Ausfall der Überleitung zwischen Vorhof und Kammern)
Zur kurzfristigen Überbrückung bzw. Stabilisierung kann eine temporäre Schrittmacherstimulation notwendig sein. Ist ein Block distal des AV-Knotens nicht prompt reversibel, ist i.d.R. ein permanenter Schrittmacher erforderlich.
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