Metabolische Azidose
1,1,1,1,1,1,1
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Bei einer metabolischen Azidose liegt der Baseexcess BE<2 mmol/l (je nach Lehrbuch auch BE<3 mmol/l). (Zusätzlich wird bisweilen verlangt, dass der pH<7.35 ist. Das könnte aber zu Verwirrung Anlass geben, denn eine kompensierte metabolische Azidose ist eben auch noch eine metabolische Azidose, lediglich der pH-Wert wurde vom Organismus respiratorisch stabilisiert).
Alternativ zum Baseexcess BE kann der Parameter Standardbicarbonat (Normwert: 22-26 mmol/l) zur Beurteilung einer metabolischen Azidose (<22 mmol/l) [bzw. metabolischen Alkalose (>26 mmol/l)] dienen.
Wenn der arterielle pH-Wert im Normbereich (d.h. zwischen 7.35 und 7.45) liegt und der arterielle CO
2
-Partialdruck paCO
2
<35mmHg ist, dann wurde die metabolische Azidose respiratorisch kompensiert oder die metabolische Azidose ist der Kompensationsmechnismus für eine respiratorische Alkalose (= metabolisch kompensierte respiratorische Alkalose).
Anhand des BE kann bei der metabolischen Azidose der Bedarf an NaHCO
3
zur symptomatischen Behandlung abgeschätzt werden: [NaHCO
3
]=-BE·KgKG/3.
Eine Ursache könnte ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (diabetische Ketoazidose) sein. Den respiratorischen Kompensationsmechanismus bezeichnet man dann als Kußmaul-Atmung.
Nach einer Reanimation mit Hypoxie führt die anaerobe Glykolyse zu einer Laktatazidose, welche die Ursache einer metabolischen Azidose ist.
Eine Ursache für eine Laktatazidose (und damit einer metabolischen Azidose) kann auch eine Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz oder Sepsis sein.
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