Dekompressionskrankheit (Caissonkrankheit,DCS)
1,1,1,1,1
Wählen Sie die richtigen Antworten:
Die Dekompressionskrankheit ist ein disseminiertes Trauma, das durch Ausperlen von gelösten Gasen (Stickstoff, Helium) in Körpergeweben bei zu raschem Auftauchen entsteht.
Stickstoff (wie auch Helium) ist ein Gas, das im Gegensatz zu Sauerstoff nicht an Stoffwechselvorgängen beteiligt ist und daher in der Tauchmedizin als Inertgas bezeichnet wird. Abhängig von der Organdurchblutung, der Löslichkeit (beschrieben durch den Henry-Löslichkeitskoeffizient) des Inertgases, der Tauchtiefe und der Tauchzeit löst sich das Gas (entspechend dem Henrygesetz) in den Körpergeweben und reichert sich demnach dort mehr oder weniger langsam an. Wird der auf den Körper einwirkende Druck wieder gesenkt (d.h. beim Auftauchvorgang), spielt sich dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab. Gewebe, die den Stickstoff relativ schnell eingelagert haben, geben ihn schnell wieder ab, und solche die ihn langsam eingelagert haben, geben ihn langsam wieder ab. Erfolgt die Druckänderung während des Auftauchens zu schnell, sinkt die Löslichkeit von Stickstoff in den Geweben entsprechend schnell. Werden die Gewebe zu sehr übersättigt kommt es zur Bildung von Gasblasen im Blut und anderen Körpergeweben, die die Struktur der Gewebe nachhaltig schädigen.
Bei einer Dekompressionskrankheit vom Typ I lagern sich die Blasen in der Haut, der Muskulatur, den Knochen oder den Gelenken an. Sie verursachen dort Juckreiz, Druckempfindlichkeit der Muskeln, Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Diese Symptome treten in 70 % der Fälle innerhalb der ersten Stunde nach dem Tauchgang auf, teilweise wurden aber auch noch Symptome 24 h nach dem Tauchgang beschrieben.
Bei einer Dekompressionskrankheit vom Typ II manifestieren sich Blasen innerhalb kurzer Zeit im Innenohr, dem Gehirn oder dem Rückenmark mit entsprechenden neurologischer Ausfallssymptomatik.
Langzeitschäden bei Tauchern werden unter Typ III zusammengefasst. Als Berufskrankheit anerkannt sind bisher die aseptische Knochennekrose, Hörschädigungen, Netzhautschäden sowie neurologische Folgeschäden nicht behobener DCS Typ II.
Bitte wählen Sie.
•
Dieser Link zeigt die richtigen Antworten an
•
Bitte um eine neue Frage
•
Homepage