Neuromuskuläres Monitoring (Relaxometrie)
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Als Relaxometrie oder Neuromuskuläres Monitoring bezeichnet man die Überwachung der neuromuskulären Reizübertragung an der motorischen Endplatte beim Einsatz von Muskelrelaxanzien im Rahmen einer Narkose.
Als Testmuskel dient meist der Musculus adductor pollicis, stimuliert wird dabei der Nervus ulnaris.
Ein Relaxansüberhang (= Restblockade einzelner Muskeln) nach einer Narkose war eine typische Anwendung der Relaxometrie. Sugammadex ist ein spezifisches Antidot zur Antagonisierung der neuromuskulären Blockade durch nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien vom Steroid-Typ (z.B. Rocuronium, Vecuronium). Ein Relaxansüberhang kommt daher heute praktisch nicht mehr vor, weshalb diese Indikation nahezu verschwunden ist.
Die Totale intravenöse Anästhesie (TIVA) meist mit Remifentanil und Propofol erlaubt eine ausreichend tiefe Allgemeinanästhesie, die auch rasch wieder beendet werden kann, sodass auch intraoperativ die Relaxometrie nur noch selten im klinischen Einsatz ist.
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