Offener Herzklappenersatz bei Aortenstenose
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Leitsymptome einer (schweren) Aortenklappenstenose sind: Angina Pectoris (auch ohne koronare Herzkrankheit), Synkopen und Dyspnoe vor allem bei Belastung.
Eine schwere Aortenklappenstenose (Grad IV) liegt bei einer Klappenöffnungsfläche <0.8cm
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oder einem mittleren Druckgradienten von >50mmHg vor.
Indikation zu einem offenen Herzklappenersatz: Schwere Aortenklappenstenose mit klinischer Symptomatik, schwere Aortenklappenstenose ohne Symptomatik aber mit reduzierter Pumpfunktion (EF < 50 %) oder pathologischem Belastungstest oder rascher Progredienz.
Der Eingriff erfolgt in Allgemeinanästhesie unter Verwendung der Herz-Lungen-Maschine d.h. über eine extrakorporale Zirkulation (EKZ) um den Blutkreislauf sowie den Gasaustausch weiterhin zu gewährleisten. Letztere erlaubt es das Herz (mittels Kardioplegielösung) zum Stillstand zu bringen, ohne die lebensnotwendigen Körperfunktionen zu gefährden. (Am häufigsten wird dazu die arterielle Kanüle in der distalen Aorta ascendens und die venöse Kanüle über das rechte Herzohr platziert).
Vor Beginn der Extrakorporalen Zirkulation erfolgt eine Antikoagulation mit 400 IE/kg KG Heparin entsprechend einer Vollheparinisierung. Intraoperativ wird die Antikoagulation mit der Activated Clotting Time (ACT) gesteuert, wobei mindestens 410 s erreicht werden sollen.
Zur Auswahl stehen mechanische und biologische Klappenprothesen.
Die Lebensdauer biologischer Herzklappen ist begrenzt, da sie im Vergleich zum körpereigenen Gewebe einem beschleunigten Alterungsprozess (Verkalkung) unterliegen welche auch funktionell zu bedeutsamen Funktionsstörungen führen, die einen späteren Austausch notwendig machen. Eine Antikoagulation ist jedoch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus aus diesem Grund nicht erforderlich.
Mechanische Herzklappen haben eine wesentlich höhere Lebensdauer als biologische Klappenprothesen. Ein wesentlicher Nachteil der mechanischen Klappen besteht in der gerinnungsaktivierenden Metalloberfläche. Dies führt zu einem erhöhten Risiko von Thrombosen und Thrombembolien und macht eine lebenslange Antikoagulation notwendig.
Nach Beendigung der EKZ wird Heparin mit Protamin antagonisiert.
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