Gefäßwiderstand
1,1,1,1,1,1
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Unter dem Gefäßwiderstand versteht man in der Physiologie den physikalischen Widerstand einer Arterie, Vene oder Kapillare bzw. eines Gefäßsystems (z.B.: Pulmonalgewäßwiderstand PVR, Totaler peripherer Widerstand SVR), welcher dem strömenden Blut entgegengesetzt wird.
Der Widerstand ist R = Δp/F, wobei F der Fluss (=Volumenstromstärke, üblicherweise in der Einheit l/min) und Δp die Druckdifferenz (Eingangsdruck-Ausgangsdruck, in der Medizin immer noch in der Einheit mmHg angegeben) ist. Für die Umrechnung in das CGS-System dient der Faktor 80 (eigentlich 79.999). Die Gefäßwiderstands-Einheit im CGS-System ist: dyn·sec·cm
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Theoretisch kann mit dem Hagen-Poiseuille-Gesetz der Gefäßwiderstand eines Rohres aus der Rohrlänge, dem Rohrradius und der Viskosität des Blutes, welches durch das Rohr fließt errechnet werden. Da sich das Gefäßsystem aus zahlreichen "Röhren" zusammensetzt, werden mit den üblichen Additionsformeln für seriell (R
gesamt
=R
1
+R
2
) und parallel (1/R
gesamt
=1/R
1
+1/R
2
) geschaltete Widerstände die Einzelwiderstände aufaddiert.
Der Pulmonalgewäßwiderstand PVR errechnet sich aus: PVR=(PAP-LAP)/CO, wobei PAP der pulmonalarterielle Mitteldruck und LAP der linksatriale Vorhofdruck ist, denn die Druckdifferenz Δp im Pulmonalgefäßsystem ist: Δp=PAP-LAP. Der LAP kann mit einem Pulmonalarterienkatheter als PCWP (pulmonary capillary wedge pressure) gemessen werden. CO steht für Cardiac Ouput und bezeichnet das Herzminutenvolumen, also physiologischerweise der Fluss durch das gesamte Lungengefäßbett. In der CGS-Einheit liegt der Normbereich für den PVR zwischen 40 und 120 dyn·sec·cm
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Der systemischer oder periphere Gefäßwiderstand wird mit SVR (systemic vascular resistance) bezeichnet: Der SVR errechnet sich aus dem systemisch arteriellen Mitteldruck MAP, dem zentralen Venendruck CVP und dem Herzminutenvolumen CO mit: SVR=(MAP-CVP)/CO. In der CGS-Einheit liegt der Normbereich für den SVR zwischen 900 und 1450 dyn·sec·cm
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Der Zerebraler Gefäßwiderstand CVR errechnet sich aus: CVR=(MAP-ICP)/CBF, worin MAP wieder der systemisch arterielle Mitteldruck, ICP der Hirndruck (intracranial pressure) und CBF der zerebrale Blutfluss ist. Eigentlich sollte satt dem ICP der hirnvenöse Abflussdruck in dieser Gleichung stehen, letzterer kann aber nicht (bzw. nur experimentell mit erheblichem Aufwand) gemessen werden und man nimmt daher an, dass der hirnvenöse Abflussdruck etwa dem ICP entspricht.
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