Wie legt man einen arteriellen Zugang über die Art. radialis?
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Der arterielle Zugang dient in erster Linie zur intravasalen kontinuierlichen Blutdruckmessung und zur Entnahme von arteriellem Blut für Labor- und Blutgasanalysen.
Da die Hand über eine doppelte arterielle Blutversorgung verfügt, ist im Fall einer Komplikation mit Verschluss der Art. radialis die Perfusion durch die Art. ulnaris weiterhin gewährleistet, weshalb vorab die Funktion des Hohlhandbogen mittels Allen-Test oder Dopplersonografie überprüft wird.
Der Unterarm wird supiniert und die Hand im Handgelenk dorsal überstreckt. Für diese Lagerung stehen allenfalls Schienen zur Verfügung, die die Hand in dieser Position fixieren helfen.
Für die Punktion benutzt man spezielle Latex- und PVC-freie 20-G-Arterienverweilkatheter (1.1 mm Außendurchmesser), die ähnlich wie periphere Venenkatheter aufgebaut sind, mit einem zusätzlichen Flowswitch-1-Wege Hahn (=eine Stahlkugel komprimiert im verschlossenen Zustand den Kunststoffschlauch). In der Kanüle befindet sich eine an der Spitze abgeschrägte Stahlnadel.
Die Punktionsstelle (etwa 2 Querfinger proximal des Handgelenks) wird zunächst desinfiziert.
Unter Pulskontolle wird die Nadel in einem Winkel von 30 – 40° zur Hautoberfläche in die Art. radialis gelegt.
Nach dem Zurückziehen der Stahlnadel und dem pulsierenden Austreten von Blut wird der Flowswitch auf off gestellt.
Sollte die Arterie durchstochen worden sein, was sogar die Regel ist, wird die Kanüle (mit etwas retrahierter Stahlnadel) überaus langsam zurückgezogen um unmittelbar nach dem pulsierenden Blutaustritt rasch wieder, aber nun in die Arterie vorgeschoben zu werden.
Der Arterienverweilkatheter wird nun mit einem sterilem Klebe-Verband fixiert.
Eine versehentliche intraarterielle Injektion von Medikamenten kann zu Nekrosen und etwa bei Barbituraten unter Umständen auch zum Verlust eines Armes führen. Der arterielle Zugang wird deshalb zur Vermeidung von versehentlichen Injektionen deutlich gekennzeichnet.
Ein spezielles Schlauchsystem, welches zu einem elektronischen Drucksensor führt, ist mit einem ca. 5-ml-Reservoir ausgestattet, das eine sichere und komfortable Blutprobenentnahme in Patientennähe ermöglicht und so zur Senkung des Infektionsrisikos sowie zur Vermeidung der bei herkömmlichen Blutentnahmen vorkommenden Blutverschwendung beiträgt.
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